​Die Nutzungsbedingungen festlegen

Steht das Ziel der Coupon-Kampagne fest, so müssen die Kriterien festgelegt werden, die für den Gutschein gelten sollen. Bei der Aufstellung dieser Kriterien spielt die Machbarkeit auf der technischen Seite eine zentrale Rolle.

Sieht das Konzept beispielsweise vor, den Gutschein nur Bestandskunden auszuspielen, stellt sich die Frage, ob Sie Ihre Kunden-Datenbank direkt im Bestellvorgang abfragen können, um dieses Kriterium abzuprüfen. Und ist dies nicht der Fall, wie kann ansonsten technisch sicher gestellt werden, dass der Coupon tatsächlich nur von der vorgesehenen Kundengruppe benutzt werden kann (Cookies, Passwort-Eingabe)?

Außerdem: Ist jeder Datensatz in Ihrer Datenbank auch wirklich ein „guter Bestandskunde“, oder gibt es „Karteileichen“, die vor einigen Jahren ein einziges Mal bei Ihnen gekauft haben?

Auf die folgenden 5 Punkte sollten Sie ebenfalls achten:

  1. Besser „Mindestkaufbetrag“ statt „Mindestbestellwert“ - Stornieren Kunden einen Teil ihrer Bestellung nach dem Kauf, so haben sie bei Bezug auf den MindestBESTELLwert weiterhin Anspruch auf den Rabatt. Beim MindestKAUFwert zählt der tatsächliche , der abschließende Kaufbetrag.
  2. Kein Rabatt ohne Mindestkaufbetrag - Ansonsten führt dies zu Bestellungen mit sehr kleinen Warenkörben und dem Besuch von „Abstaubern“. Bei einem absoluten Rabatt (also einem fixen Geldbetrag) kann der Bestellwert sogar auf 0 Euro gehen, da der Nachlass im schlimmsten Fall den Kaufpreis aufwiegt!
  3. Durchschnittsumsatz der Zielgruppe berücksichtigen - Errechnen Sie Durchschnittsumsätze für Ihre Warenkörbe und beachten Sie hierbei die Zielgruppe für den geplanten Gutschein. Oft unterscheiden sich die Warenkörbe von Erst- und Bestandskunden, Männern und Frauen usw. Setzen Sie daher den Mindestkaufbetrag über dem Warenkorb-Durchschnitt der Zielgruppe an.
  4. Ungewöhnliche Kalenderdaten wählen - Versenden Sie Gutscheine nicht an einem Montag und auch nicht am Monatsanfang, denn sie werden zu diesen Zeitpunkten eher untergehen. Gleiches gilt für die Gültigkeitsdauer. Wäre es zum Beispiel um eine Kampagne im März 2014 gegangen, wäre zum Beispiel die Gültigkeitsdauer „03.03.2014 bis 13.03.2014“ leicht zu merken gewesen.
  5. Verhältnis zwischen Laufzeit und Rabatthöhe beachten - Grundsätzlich gibt es hinsichtlich der Erfolgsaussichten einer Coupon-Aktion keinen „besten Rabatt“ und keine „beste Laufzeit“. Diese variieren je nach Sortiment und Zielgruppe. Sie sollten jedoch für sich ein in sich stimmiges Paket aus Rabatthöhe und Laufzeiten finden.

Die höchsten Rabatte des Jahres (Ihre „Knaller“ sozusagen), sollten nur ein- oder zweimal pro Jahr gewährt werden. Die Laufzeiten für diese Aktionen sollten kurz und die Rabatte auf bestimmte Produktgruppen eingegrenzt sein.

Umgekehrt kann zum Beispiel ein niedriger „Treue-Rabatt“ mit langen Laufzeiten und einem umfangreichen Gültigkeitsbereich in Bezug auf das Sortiments versehen werden.





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