Struktur und Übersichtlichkeit für den Onlineshop

Die gesamte Produktauswahl übersichtlich und auf einen Blick darzustellen – dem Kunden deutlich zu beweisen, dass er hier alles bekommt, wonach er gerade gesucht hat: die ganz große Herausforderung bei Ihrem Shop!

Denn ganz egal, wie umfangreich die Warenvielfalt ist: der Platz für den gesamten Produktüberblick eines Webshop ist dennoch deutlich begrenzt – nämlich auf einen Screen-Ausschnitt.

Die Lösung dafür liegt in der Unterteilung des Produktsortiments in Produktkategorien – kurz: dem Kategoriemanagement. Jeweils verwandte Produkte oder Produkte mit sehr ähnlichen Attributen werden gruppiert und unter (möglichst) einem Begriff zusammengefasst.

Immer den Kunden und die Suchmaschinen im Blick, sollte die Struktur des Webshops und logischerweise auch die Navigation auf dieser Unterteilung aufbauen.

Fünf gute Gründe, warum es sich lohnt, von Anfang an ein wohldurchdachtes Kategoriemanagement zu betreiben:

  • Kundenzufriedenheit: Eine gute Struktur macht es dem Besucher leichter, das zu finden, was er sucht.
  • Suchmaschinenoptimierung: Eine gute Struktur sorgt dafür, dass die Suchmaschinen den Webshop gut finden und gut ranken. Daher sollten die Kategorie, die Unterkategorie und das Produkt immer auch in der URL auftauchen.
  • Verlinkung: Eine gute Struktur macht es leichter, intern und extern auf die passenden Unterseiten zu verlinken.
  • Weniger Arbeit: Eine gut durchdachte Struktur muss seltener verändert, höchstens ergänzt werden. Das verhindert übrigens, dass man sich nach einer Umstrukturierung evtl. eine gute Platzierung im Suchmaschinenranking wieder neu erarbeiten muss.
  • Erwartungsmanagement: Kategorieseiten sind häufig auch Landingpages. Der Kunde hat hier oft Erstkontakt mit dem Shop und sollte daher auf einen Blick erkennen, dass er an dieser Stelle findet, was er sucht.

Vorgehensweise

Am besten fängt man zunächst mit einer Sammlung von Stichworten an, die man später erst strukturieren und kombinieren sollte. Abhängig von den angebotenen Produkten können folgende Fragen hilfreich beim Sammeln der Stichworte sein (als Beispiel nehmen wir www.messer-experte.de):

  • Wer sind meine Kunden? (Beispiel: Professionelle Köche, Hausfrauen, Hobbyköche)
  • Nach welchen Produkte suchen diese Kunden? (Beispiel: Qualitätsprodukte, seltene Produkte, zweckbestimmte Produkte)
  • Was für Produkte habe ich? (Beispiel: Gemüsemesser, Schälmesser, Filetiermesser, Schneidebretter, Schleifsteine, Pflegekits, verschiedene Marken)
  • Welche Überbegriffe gibt es dafür? (Beispiel: Küchenmesser, Zubehör, Pflege)
  • Besteht mein Shop nur aus einer Produktgruppe? (Beispiel: Messer, Küchenzubehör)
  • Welche Attribute haben meine Produkte? (Beispiel: teuer, preiswert, schwer, leicht, komplex, einfach, groß klein)

Tipp: Man kann gerne mal bei den Mitbewerbern schauen. Welche Produktgruppen haben die? Wie groß sind dort die Produktgruppen? Was würde ich übernehmen, was würde ich vermeiden?

Erstellen der Kategorien und der Kategoriestruktur

  • Die Stichworte und Attribute auf der Liste werden nun gruppiert (zum Beispiel durch Mindmapping).
  • Oft entsteht so eine Matrix aus recht unterschiedlichen Produktgruppen. Lassen sich diese zusammenfassen? Gibt es Oberbegriffe? Mehr als drei Ebenen (Unterkategorien) in der Gesamtstruktur sind allerdings nicht ratsam, da dies unübersichtlich wirkt und die Absprungrate der potenziellen Kunden stark zunimmt.
  • Jede Kategorie sollte aus mindestens zwei Produkten bestehen, aber eine bestimmte Anzahl an Produkten auch nicht überschreiten. Der Kunde sollte nach Möglichkeit nicht (zu viel) blättern müssen, um sein gesuchtes Produkt zu finden.
  • Wichtig: Die Kategorien sollten mit Blick auf den Kunden definiert werden.

Tipp: Beim Benennen der Kategorien sollten Alternativen möglich sein. Am besten lässt sich via Google-Adwords testen, nach welchen Stichworten die Kunden häufiger suchen.





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